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Nisthilfe für Eisvögel erfolgreich angenommen

Braunschweig, 17. Mai 2018 Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

Der Eisvogel. (Foto: Jürgen Eickmann)
Der Eisvogel.
(Foto: Jürgen Eickmann)

Eisvögel gehören zu Riddagshausen wie das Wasser zu den Teichen. Die kleinen, auffällig blau-orangefarbenen Vögel sind jedoch schwer zu beobachten, denn meist sind sie so schnell weg, wie sie gekommen sind. An manchen Stellen im Naturschutzgebiet kann man sie mit etwas Glück sogar beim Jagen beobachten. Nimmt man sich etwas Zeit, hat man am Steg im Westen des Schapenbruchteiches gute Chancen, den „fliegenden Edelstein“ zu sehen. Hier findet er ausreichend Nahrung, doch es mangelt an geeigneten Nistmöglichkeiten, denn der Eisvogel braucht steile Abbruchkanten an Lehm- oder Sandböschungen, in die er seine 80 bis 100 cm langen Bruthöhlen gräbt. Klassischerweise entstehen solche Strukturen an naturnahen Flussläufen. Gern nimmt er auch Wurzelteller von umgestürzten Bäumen. Die gibt es nach mehreren Stürmen nun reichlich, leider sind sie meist nicht tief genug.

Ein solch riesiger Wurzelteller einer Eiche fiel der städtischen Rangerin Anke Kätzel im vergangenen Jahr auf. Gemeinsam mit dem Förderverein Naturschutzgebiet Riddagshausen e.V. wurde im Herbst 2017 eine Art Kasten aus Eichenpfosten und -brettern hinter dem Wurzelteller gebaut und mit lehmigem Sand verfüllt. So hat der Eisvogel genug Raum für den Bau seiner Niströhre und zog prompt in diesem Frühjahr ein. Mit einer Wildkamera gelangen Aufnahmen vom Erstbezug der Nisthilfe. Es wurden zwei verschiedene Vögel am Wurzelteller beobachtet, was darauf schließen lässt, dass es sich um ein Brutpaar handelt. „Dieser schöne Erfolg freut uns sehr“, so Rangerin Anke Kätzel. „Wir werden uns bemühen, noch weitere solcher Brutplätze im Naturschutzgebiet zu schaffen.“

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